Bäume prägen den Charakter eines Ortes – umso wichtiger ist uns im Klosterareal Föhren ein verantwortungsvoller Umgang mit dem bestehenden Grün. Auf dem zukünftigen Quartiersplatz war bisher der Erhalt der bestehenden Rosskastanie geplant. Doch im Zuge der Erschließungsarbeiten zeigte sich, dass ihr Wurzelwerk stark in den öffentlichen Straßenraum rein ragt. Es wurde direkt eine Baumschutzgutachterin hinzugezogen, die feststellte, dass schon in einer Tiefe von nur 20 Zentimetern tragende Starkwurzeln liegen.
Durch die geringe Überdeckung sind Schutzmaßnahmen wie Wurzelbrücken oder Schutzplatten an dieser Stelle nicht umsetzbar. Es gibt bautechnisch also keine Möglichkeit, die Wurzeln zu erhalten. Deshalb müssen die Wurzeln gekappt werden, wodurch die Standsicherheit der Kastanie nicht mehr gewährleistet ist. Deshalb muss der Baum gefällt werden. Damit die alte Kastanie jedoch in Erinnerung bleibt, soll ihr Holz für die Anfertigung von Sitzbänken verwendet werden, die im Park Monéteau Platz finden.
Ersatzpflanzungen sichern das Grün im Quartier
Der Bebauungsplan regelt, dass insgesamt acht neue Bäume gepflanzt werden müssen und die Kastanie erhalten bleibt. Falls die Kastanie nicht erhalten werden kann, muss an gleicher Stelle ein neuer Baum gepflanzt werden. Außerdem ist festgesetzt, dass vier weitere Bäume für den ökologischen Ausgleich der Kastanie erforderlich sind.
In Abstimmung mit der Ortsgemeinde wird eine Esskastanie auf dem Quartiersplatz gepflanzt. Zusätzlich werden im Park Monéteau drei Linden und ein Amberbaum geplant.
Die dreizehn Bäume bringen Schatten, Aufenthaltsqualität und Lebensraum für Tiere. Sie machen das Klosterareal und den Park zu einem lebendigen, grünen Quartier für viele Generationen.
Auf unserem Instagramprofil gibt es auch ein kurzes Video zum Thema.


